10 Minuten gegen Alzheimer

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, die Nachrichtenlage ist mäßig an diesem 12.4.2007. Die Newsseiten im Internet käuen seit zwei Tagen eine Pressemeldung von Prosieben nach. Ebenfalls seit Tagen geistert ein Engländer durch die Gazetten, der es scheinbar darauf abgesehn hat, die wackeren Telefonjuroren des deutschen ESC-Vorentscheids zu befremden und zu verärgern. Und in Nordchina ist ein Mikrofonständer umgefallen.

Deshalb haben wir uns entschlossen, heute eine Künstlerin ins Programm zu nehmen, die von der famosen Postars-Jury 2006 professionell gewogen und für zu schwer befunden wurde. Zu stimmgewaltig. Zu intensiv im Gefühl. Zu solo. Eine Frau, der die Jury eine große Zukunft voraussagte. Eine Zukunft, bei der man sie gerne unterstützen wollte. Ein Aufstieg, für den man alle Connections spielen lassen wollte. Eine Karriere, die man in geradezu kosmischem Rosa und Himmelblau ausmalte.

Wir erheben uns von unseren Plätzen und begrüßen Achan, die Künstlerin, die inzwischen wieder Karaoke singt.

Aber wie würden Queen sagen:
The show must go on
I’ll face it with a grin.

Inside my heart is breaking
My make-up may be flaking
But my smile still stays on.

Advertisements

2 Kommentare zu “10 Minuten gegen Alzheimer

  1. Um Achan müssen wir uns keine Sorgen machen, denn sie hat jede nur erdenkliche Unterstützung der Popstars-Jury 2006. Für Kati gilt das gleiche.

    In Erwartung der schillernden Zukunft dieser beiden dürfen wir uns entspannt zurücklehnen und die neue Popstars-Staffel genießen. Denn wisset (Soost’scher Imperativ für Gehirnwachstum): Hier bei Popstars bleibt keine Träne trocken, kein Auge umsonst vergossen.

    Doch da sich jetzt alle Anstrengungen von Prosieben auf diese beiden konzentrieren, müssen sich alle Teilnahmewilligen an Popstars 2007 bei einem selbstkritischen Blick in den Spiegel den folgenden Fragen stellen:

    Zu stimmgewaltig für das eingekaufte Musikmaterial? (K.O.-Kriterium: Abwerbungsgefahr)
    Zu nachhaltig für den geplante Produktzyklus? (K.O.-Kriterium: Staffeltakt)
    Zu vielseitig, um sich hinreichend abhängig zu machen? (K.O.-Kriterium: Selbstverwirklichungsgefahr)
    Zu eigenwillig, um eine Marionette zu werden? (K.O.-Kriterium: Kontrollverlust)

    Wer eine der Fragen für sich mit ja beantworten kann, darf sich auf vollmundige Versprechungen beim sicheren Rauswurf freuen. Worthülsengarantie inklusive.

    Wieso gibt es hierzulande eigentlich keine Produzenten, die sich jetzt die Finger lecken, um sich der Fälle Achan und Kati anzunehmen? Einfacher könnte man es Talentsuchern doch nicht machen, als ihnen künftige Erfolgsgaranten vor die Füße zu rotzen.

  2. Ich glaube langsam, was so ein richtiger Talentscout ist, der hat auch seine Ehre. Der will sich das nicht so leicht machen und einfach ein paar gute Leute, die durchs Castingsraster gefallen sind, auflesen. Nein, da muss man sich schon wochenlang mit Feldflasche, Dschungelmesser und Kompass durch den Musikurwald schlagen – sonst kann man ja hinterher gar keine Spesen abrechnen!

Erst ins Kommentarfeld klicken, dann kommt der Absende-Button

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s