Tränen ohne Skript

Nein, nichts über die Hühner hier. Aber über den komischen Hahn im Korb. Und seine Weinnummer, mit der er mich an einen anderen Glatzkopf erinnert. Harald Staun in der FAZ über Bruce Darnell:

Es ist nicht leicht zu sagen, wo genau der Kern der Figur „Bruce“ liegt, zwischen Karikatur und Maskottchen.
(…)
Dass hier das wahre Leben nur gespielt wird, das haben die meisten Zuschauer schon längst durchschaut. Und dennoch würde ihr Voyeurismus sich sehr schnell auflösen, wenn nicht die Produzenten mit aller Kraft daran arbeiten würden, die Illusion aufrechtzuerhalten.
(…)
„Ich bekomme kein Skript“, sagt er. „Ich habe nicht gelernt, wie man im Fernsehen weint.“ Und dann bricht er demonstrativ in ein gestelltes Geheule aus, als müsste er seine schauspielerischen Defizite beweisen.

(B)

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7 Kommentare zu “Tränen ohne Skript

  1. „Echt“ ist bei ihm wie der Autor bereits erwähnte nur seine Illusion der Echtheit hinter der eigentlichen Gefühlskulisse.

  2. Für mich ist der Typ leider unerträglich.

    Keinen in irgendeiner Casting-Jury oder als „Trainer“ halte ich nur so kurz aus, wie den. Das allein reicht für mich als Grund die Sendung nicht zu sehen. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das am Donnerstag „gebacken“ kriege, um ja ‚Live und in Farbe‘ die Single-Premiere sehen zu können.

  3. Also da muss ich wieder mal das tun, was ich am liebsten tue: Widersprechen. Mir kommt Bruce schon relativ echt vor, ich erinnere mich noch genau an die 1. Folge der 1. Staffel, als er seinen ersten Gefühlsausbruch hatte. Heidi schien – im Gegensatz zu sonst – richtig bestürzt zu sein, es hatte ja offenbar keiner damit gerechnet.

    Sicher, mit der Zeit überzeichnet sich Bruce zusehends selber ein bisschen.

    Aber im Vergleich zu den andern 3 Zombies ist er der einzige, der Herz zeigt. Ich glaub auch nicht, dass so Sager wie „die Handetasche muss läbändik sein“ einstudiert sind, dafür war das einfach zu gut.

    Und der Artikel lässt ja insgesamt auch eher offen, wie der Schreiberling das abschließend beurteilt. Herr Brandmeier, sie zitieren hier ein bisschen tendenziös 😉

  4. Für mich ist das ganz ähnlich wie das Phänomen D!

    Da hat jemand seine Rolle so verinnerlicht, dass die Tränen in dem Sinne echt sind, dass sie, wie Tiago oben sehr schön sagt, einer sorgfältig aufgebauten Gefühlskulisse entspringen.

    Aber ich denke, wir werden viel Gelegenheit haben, darüber bei Popstars 6 noch zu diskutieren. Insofern will ich Herrn Darnell hier gar nicht zu viel Diskussionsehre antun. Den Artikel einfach mal im Archiv ablegen.

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