Der Herbst des “Lebens” von Monroe’s Declaration

Wenn ich so am Frühstückstisch sitzend aus dem Erkerfenster schaue, dann sehe ich noch, alles ist grün im Garten, noch keine fallenden Blätter, aber eine Morgenkühle hat ihre feuchten Spuren hinterlassen. Die Natur gibt einem schon die Ahnung, dass sich das Jahr neigt, dass der Herbst kommt. Die Jahreszeiten, etwas, was viele Poeten auch auf das menschliche Leben übertragen haben. Aber möchte ich das akzeptieren, einen menschlichen Herbst? Eigentlich nicht. Es sollte zumindest immer Sommer sein. Wo Wärme ist, blühendes Leben und das helle Licht eines sonnigen Tages. Nur, wie es im Leben so ist, es kommt immer wieder die Zeit, wo sich alles ändert, wo man sich neu ausrichten muss. Nachdenklich sehe ich aus dem Fenster, ahne dass die Blätter bald fallen, alles auf den Winter zustrebt, mit seiner Kälte, seiner kahlen Natur, die alles erstarren, alles veharren lässt.

Aber, wir Menschen, wir können mehr erkennen. Wir sehen die Schönheit eines farbenfrohen Herbstes, die Zeit des Erntens, wir lieben das Genießen der Früchte, die die Natur uns schenkt, wir empfinden, wie schön ein verschneiter, sonniger Wintertag sein kann und haben eines unser schönsten Feste in diese kommende, kalte, dunkle Jahreszeit gelegt. Somit bin ich mit den Poeten nicht einig. Es gibt keine menschliche Jahreszeiten, es gibt nur ein Empfindungswandel, man sieht viele Dinge später anders, empfindet anders, aber es ist doch eine sehr positive Form der Weiterentwicklung. Man muss sie nur zulassen, akzeptieren… ;)

wunderschöne und weise Wort, vom Poeten des Recalls! 😀

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700 Kommentare zu “Der Herbst des “Lebens” von Monroe’s Declaration

  1. @ Rosimon, viel Spaß am Donnerstag! Nachdem ich letztes Jahr Jack Bruce auf der Bühne stürzen sah, habe ich, wenn ich ehrlich bin, etwas Sorge, wenn schon „körperlich angeschlagene“ Musiker, wie gestern Chris Farlowe oder Barbara Thompson auf der Bühne stehen. Ich möchte nicht anwesend sein, wenn ein Musiker seinen „letzten Auftritt“ hat.
    Ray Davies live. Immer noch mit seiner „markanten“ Stimme?

    Ruhiges von Eric Sardinas:
    ( http://www.youtube.com/watch?v=f-R7P0RYJwM&feature=related )

  2. „Ray Davies live. Immer noch mit seiner „markanten“ Stimme?“

    Ja, OldMan, und auch mit seinem unschlagbaren (auch selbstironischen) Humor. 🙂

  3. Ich glaube ❗ , ich hab den Skriptfehler ausfindig gemacht.

    Wenn ihr über die Avatar-Bildchen bei jedem Kommentar geht, dann poppen die doch so ein bisschen auf. Klickt mal auf einen beliebigen Avatar und dann auf „Turn off hovercards“,. Seitdem ich das bei mir ausgeknippst hab, kommt bei mir jdenfalls kein Skriptfehler mehr… Leider scheint man diese Funktion nicht als Admin einfach für alle User ausknipsen zu können, das muss jeder selber machen…

    Ich hab ne Möglichkeit gefunden, die Hovercards für alle asuzuknippsen. Das sollte jetzt zumindest einen etwas flüssigeren Seitenaufbau bringen…

  4. Erdlochmöhrchen an Brandy: habe die Wiese mit Graffityspray gelb-schwarz angemalt, und auch den Kürbis vom Nachbarn 🙂
    @Kennie: sorry, aber wenn die Mainzer keinen Elfmeter versenken können 😉

  5. Carooooooooooooooooooooooot 🙂 😀 😀

    BVB muss wohl ein tolles Spiel in Mainz abgeliefert haben, hätten locker 2-3 Kisten mehr machen können. Götze 😀 😀

  6. Ja Delphis, sie haben ihre Pokalpleite weggesteckt 🙂
    Und man hat mal wieder gesehen, dass beim BVB jeder Tore schießen und vorbereiten kann. Die Jungs samt ihrer Einstellung gefallen mir wirklich gut 😉

  7. Aber wenn ich einer Mannschaft ein Unentschieden gönnen würde, wäre das tatsächlich Mainz 05 😉
    Einen besseren Verfolger kann sich Dortmund gar nicht wünschen.

  8. Ich weiß nicht, wie es im Süden dieser unserer Republik aussieht, aber hier im Norden sind immer noch nicht alle Winter-Straßenschäden beseitigt. In unserer Nähe wurde eine wichtige Straße wegen der Schäden (den Rest haben die Bauern mit ihren schweren Maschinen geschafft) gesperrt. Die Sanierung steht noch in den Sternen. Nur die Anlieger dürfen sie noch benutzen. Ja, wir sind schon ein bitterarmes Volk. Gut, dass wenigstens RWE, e-on & Co. (100 zusätzliche mia. Euro & unendliche Folgekosten) staatlicherseits unterstützt werden.
    Und das Volk hat ihre Liebe zum Adel und Gutsbesitzer (zu Guttenberg, von der Leyen) wieder entdeckt und der Adel dankt es dem Volk, wenn es schön lieb und still ist, mit Almosen (5 Euro Hartz IV, 14 Euro Bafög). Ach, ist das schön.

  9. Brandy, nein. Danke für den Link. Schau ich mir vielleicht daheim an. Dank Christiansen meide ich oft – aus „Gesundheitsgründen“ – Diskussionsrunden. Glücklicherweise ist Plasberg ja ein „Nachsetzer“.

  10. Novembergrau

    Neben Steinlausgrau und Mausgrau wohl die häufigste Erscheinungsform. Immer pünktlich zum 01.11. ist er da, der alles umhüllende Nebel, der sich schwer und feucht auf Baumwipfel, Asphalt und Gemüt legt. Er schnürt einen förmlich ein, will, dass man sich auf sich selbst besinnt, auf das, was mit uns selbst geschieht, will Zeichen setzen. Schwer für diejenigen, die in diesen Zeiten Ablenkung suchen, von Traurigem, von Schmerzen, von Arbeitskraft, die man gelassen hat und die scheinbar für immer verloren ist. Depression: ein schweres Wort, welches heute immer leichter über die Lippen kommt. Man gesteht, dass man selber depressive Phasen hat. Was früher ein Tabu war, darf heute offen zugegeben werden. Aber macht es die Lage wirklich erträglicher? Was nützt es einem depressiv erkrankten Menschen, der es erkannt hat und selbst die Hilfe sucht. Er bekommt – wenn er Glück hat – in einigen Monaten einen Termin für ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten, er benötigt aber JETZT Hilfe. Fachkräftemangel im Gesundheitswesen! Wo bleiben denn die arbeitslosen Helferlein, Ihr werdet gebraucht, seht Ihr nicht den Bedarf?
    Ist denn unser Land so schnell gewachsen, dass die Resultate unserer Leistungsgesellschaft nicht vorabsehbar waren. Hat man da auch die Augen verschlossen, wie bei Umweltverschmutzung, Eisschmelze und Naturkatastrophen?

    Wohl dem, der mit beiden Beinen fest auf der Erde steht, der sich selbst von der drückenden Last des Nebels nicht unterkriegen lässt, sondern die Chance der Selbstbesinnung erkennt und auch das positive Umfeld noch mehr zu schätzen weiß. Familie, Freunde, Recall, wohlklingende Musik, ein heißes Bad in duftendem Weihnachtszauberöl, Einkuscheln in die Wolldecke und sich bewusst werden:

    Alles ist gut!

  11. Also, ich hab jetzt nach dem Witz nicht gestoppt, sondern mir alle drei Tage des Vortrags angeschaut. Kann ich durchaus empfehlen… wenn man in der richtigen Stimmung ist, und die nötige Zeit und Ruhe dafür hat.

    Man kennt Watzlawick ja vor allem aus allmöglichen Referenzen, die sich auf ihn beziehen, aber ich habe ihn noch die „live“ gesehen“. Alles in allem aber ein recht kurzweiliger Vortrag, mit vielen Beispielen, Anekdoten und einer Prise Humor.

    Die Schlussfolgerungen des Vortrags würde ich so festhalten:
    – Think outside the box.
    – Suche nicht nach der großen Wahrheit, denn die wirst du nie finden.
    – Suche nicht nach dem großen Glück, sondern genieße Kleinigkeiten.
    – Versuche keine weltbewegenden Taten zu vollbringen, sondern tue Gutes innerhalb von Kleinigkeiten.

    Ich denke, das meiste davon kann ich ohne zu murren akzeptieren. Das interessante des Vortrags waren für mich aber weniger die Schlussfolgerungen an sich, sondern vor allem die erwähnten Experimente und Anekdoten. Vor allem das mit den Ameisen gibt zu denken 😉

  12. Ja, die Ameisen! Wenn „es“ ihnen passiert ist, haben sie nur noch die Chance, dass ein paar hundert von ihnen ins Stolpern kommen 😉

  13. Auch wenn ich penetrant sein sollte – sie bläst mich einfach weg!
    ( http://www.youtube.com/watch?v=1ptNv840aVg )
    Das war am 15.10.2010, also gar nicht so lange her.
    Ich muss gestehen, dass mir derzeit auf dem Erdball keine bessere Sängerin einfällt, zumindest für diese Art von Songs.
    Vielleicht ist ja auch dem einen oder anderen der 15fache Grammy-Gewinner David Foster ein Begriff (der Mann am Flügel). Dem ist es eine Ehre, dass sie seine Songs singt.

  14. Möhrchen, Du schreibst so schön, man liest und nickt mit dem Kopf: So, in der berührenden Art kann es nur unser Möhrchen. Stimmungsbilder vom gemütlichen Sofa und Schwergedanken hinsichtlich Bekämpfung des November-Blues. Eine Bereicherung des Recalls durch Wortgefühle. Bitte mehr davon. 😉 😀

  15. MD, über deine Worte über Mörchens Worte kann ich nur mit dem Kopf nicken. 😉


    Danke Brandy für c’est formidable. Kam mir sehr bekannt vor. Und, nicht weil „c’est“ das Einzige ist was mir vom Französischen hängengeblieben ist.

    Wenn die Bild nervt schaue ich gern mal folgendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=WJFmuSt71eU&feature=player_embedded oder die berühmten TAZ-Kinospots. 😉

  16. Also, diese Charice hat wirklich eine sehr starke und schöne Stimme.
    Note to God gefällt mir auch als Song sehr gut.

  17. „What if the walls of the box within which we think are not so solid as we perceive them to be?“

    Eine alltägliche Frage.

  18. Also, mir gefallen die Rehkids ausgesprochen gut. Ist ja auch kein wirklicher Fehler. Es sind ja die Kids des Reh. Kitz erinnert mich irgendwie gleich an Kotze 😉

  19. Brandy, doch, das Fliegenglas-Video funktionierte bei mir jetzt noch…

    Ich gehörte aber auch zu den Menschen die eher der Meinung sind, man könne „gute“ und „ethische“ Werte auch sehr gut ohne Religion finden und leben. Ich kann aber auch akzeptieren, dass da nicht jeder gleich tickt, und die Religion anderen Menschen durchaus eine große Hilfe beim Finden von Werten, Trost und Sinn sein kein. Genauso wenig möchte ich bestreiten, dass historisch gesehen die Religionen durchaus einen gewissen Verdienst daran haben, dass die Werte die wir heute als „gut“ empfinden in unseren Köpfen und Gesellschaften verankert zu haben. (Auch wenn die Religionen diese dann immer und immer wieder selbst mit den Füßen getreten haben.)

  20. Eigentlich ist es ein nicht sonderlich bewegendes Thema. Natürlich sorgt Religion für tragende Werte in der durch und durch technokratisch-kapitalisierten Gesellschaft. Die beiden Extreme sind eindeutig: jener, der sein Leben von der Religion abhängig macht und jener, den die Religion nicht mehr als streift. Das Fliegenglas als Bild ist ist interessant. Wenn wir im Fliegenglas sind, wer schaut auf uns herab?

  21. Ich habe mir gedacht, was die Fans im OFC mit ihren Fanfictions können, dass schaffen wir doch locker, oder?

    Mir fiel da grad mal ein Anfang eines Thrillers ein. Möchte jemand fortsetzen? Stell ich mir ziemlich spannend vor. Wer weiß, vielleicht werden unsere Talente ja doch noch entdeckt und Oldman verschachert unser geniales Schriftgut bei seinem Verlag??? Also bevor ich ganz abdrehe, hier mal mein Anfang:

    Arbeitstitel ‚Die einzige Zeugin’

    Ein heiseres Zombie-Röcheln kroch frierend an ihren Gebeinen empor. Dumpf hallte es einige Sekunden nach und blieb dann als sperriger Klops in ihrem Kropf stecken. Sie würgte mehrmals, doch mit jedem Versuch, Luft in ihre Röhre hineinzupressen, verkeilte sich der Klops mehr und mehr und… hatte beschlossen, die Frischluftzufuhr abzuklemmen.
    Das Röcheln wurde leiser, gleichmäßiger, ja fast ruhig und wurde schließlich begleitet von zwei wässrig glänzenden Augäpfeln, die sich zunächst noch nach Orientierung suchend bewegten, doch schon bald wurde das Licht in ihnen trüb.
    Er lies mich nicht mehr los, dieser starre und doch wissende Blick.
    Ich fühlte mich ertappt, verraten. Dabei konnte sie mir doch gar nichts nachweisen. Sie war schließlich die einzige Zeugin. Und doch…
    Es lies mich nicht los…

  22. Möhrchen, wow, interessanter Anfang! 😉
    Sorry, off-topics, mhmm, mich erinnert das an mein erstes Essen von klebrigem, japanischen Reiskuchen. 😀

    ( http://www.rp-online.de/panorama/Reiskloss-im-Hals-Staubsauger-rettete-Japaner-das-Leben_aid_277785.html )

    ( http://de.wikipedia.org/wiki/Mochi )

    Nimm’s nicht so ernst. Ist reiner Fieberwahn. Habe mir einer leichte Grippe zugezogen und bekämpfe diese blöden Viren mit allem was gesund macht. 😉

  23. MD, du bekämpfst deine Grippe mit dem Staubsauger?! Alle Achtung und gute Besserung! 😀

  24. @Brandy: wenn Du die restlichen Recaller verschrecken möchtest, bittesehr! Ist mir eine Ehre 🙂

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