Der Raub der Europa


Bild: Wikimedia

Tizians Bild zeigt in seherischer Klarheit, wie Europa von einem Huftier entführt wird. In der neueren Forschung wird die Hypothese aufgestellt, es könnte sich dabei um die symbolische Darstellung eines bekannten Schweizer Geldhirten handeln.

Advertisements

908 Kommentare zu “Der Raub der Europa

  1. Naja, am 13.02 ist erst Urlaub, bis dahin habe ich noch viel zu tun 😦

  2. Ja, die Welt wir immer mehr zum Dorf. Die IT-Abteilung wandert nach Indien, dass Call-Center nach Ägypten, die Rechnungslegung sitzt in Spanien (noch), die elektronischen Gehaltszettel wurden in der Ukraine ausgearbeitet (in Deutschland ausgedruckt und in Umschläge gestopft) und die Service-Abteilung wird von den USA aus gesteuert.

    Das oberste Management sitzt in der Schweiz. Der Zentraleinkauf in Belgien und Holland. 1/3 der Entwicklungsabteilung sitzt in China und Korea, das zweite Drittel in den USA und das restliche Drittel in Deutschland, wobei die Versuchsabteilung in England konzentriert ist. Produziert wird in China, Korea, USA, Rumänien, Ungarn und der Slowakei.

    Der schwarze Kontinent kommt noch nicht vor. Dort werden vor allem Rohmaterialien eingekauft, über Minen-Trusts, die in den USA, London und neuerdings in Shanghai sitzen. Ganz normal Welt der internationalen Konzerne. Und 144 davon sollen ja nach einer ‚Schweizer Studie‘ die Welt regieren.

    Und unsere Gehälter? Wandern in den Keller. Und dass man die Arbeit überhaupt bekommt – Arbeits-Casting wird für viele ein Begriff werden! Wie an dem Beispiel IBM zu sehen ist:

    http://www.it-jahrestagung.de/it-news/generation-open-%E2%80%93-ein-radikal-neues-modell-fur-softwareabsatz-und-offene-kooperation/

    Und wie es ein SPON-Forist sieht:

    „….IBM will ein neues Arbeitsmodell „Generation Open“ einführen. Der Arbeitnehmer ( oder der nun Selbständige ) muß sich dann in einer IBM Internet Community um Projekte bewerben. Das Ganze findet international statt. Also wird der amerikanische und der westeuropäische IT-Experte direkt mit den low cost IT-Experten aus Indien, China, etc konkurrieren. Das bedeutet einen enormen wirtschaftlichen und sozialen Absturz für den Westler. Mit einem schrittweisen Umstieg auf Generation Open wird dabei versucht, die gesetzlichen Vorschriften beim Arbeitsplatzabbau ( Sozialplan, Mitbestimmung durch den Betriebsrat, Abfindungen, etc ) zu unterlaufen..“

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,812630,00.html

  3. Jodler, ‚Gute Besserung‘. Und Vorsicht! Da geht ein ziemlich fieser Virus um, der mich innerhalb von drei Wochen zweimal angegriffen hat. Konnte ihn ziemlich abwehren, doch der geht mächtig in die Gelenke! 😕

  4. „Und wir schaffen 30 Prozent schnellere Auslieferung, 20 Prozent höhere Qualität, eine 20 Mal
    bessere Wiederverwendbarkeit und haben dabei in 30 Monaten die Kosten
    um 33 Prozent gesenkt. Dabei haben wir heute rund 7 000 registrierte so
    genannte “Liquid Player”, also Mitarbeiter, die sich in die neue
    Arbeitsweise exakt eingefügt, sich ihr angepasst haben – und sich
    permanent weiter in diese Richtung entwickeln.

    Und wenn der IT-Markt endlich kaputtkonkuriert ist, wird auch Mr. Howard feststellen, das man IT-Komponenten weder essen, trinken, anziehen oder in ihnen wohnen kann. Auch der Personen- und Sachtransport gelingt damit nicht. Die Idee von „Fernsklaven“ ist nicht neu, früher nannte man es ‚Heimarbeit‘ und es ernährte (in der Regel) kaum die Frau (Männer in Heimarbeit waren eher selten).

    Die Entwicklung zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft ist ein riesiger Fortschritte, aber wie mir scheint auch ein genauso großer Fehler.

  5. Wir haben keine Wahl, es gibt kein Zurück, wir müssen durch diese immer rasanter werdenden Prozesse der Diversifizierung und Beschleunigung durch. Irgendwann kommen wir an einem Punkt raus, wo das alles wundervoll ineinandergreift und funktioniert. Und (natürlich) wird das dann der Punkt sein, wo Fortschritt eben nicht mehr der Ausbeutung des einen Menschen durch den anderen dient. Kann man hoffen. Glauben muss man es nicht.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.