Es geht alles seinen Gang

Der Turm von Babel
Bild: gemeinfrei aus Wikimedia Commons

Ohne jetzt allzu sehr auf der Turmmetapher selbst herumreiten zu wollen: Ist es nicht wunderschön, wie bei Bruegel die Steinmetze noch fleißig herumwuseln, die Schiffe mit den Steinen arglos anlanden und die Baumeister im Vordergrund wie gewohnt ihre Bücklinge vor dem Bauherren machen? Es geht alles seinen alltäglichen Gang!

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984 Kommentare zu “Es geht alles seinen Gang

  1. @ Brandy, das war in dem Falle durchaus als Kompliment gemeint. Herr Llambi grantelt zwar, ist ein unerbittlicher Richter aber er ist wenigstens nicht hormongesteuert und urteilt fair, wenn auch immer zwei bis drei Punkte unter seinen Kollegen. Wenn du also von den anderen 8 Punkte bekommst und von Llambi 5, biste schon gut.

    Welches Huhn meint du?

  2. Böng! 🙂

    Luisa. Ich weiß, bei ihren Laufsteg-Erfolgen in New York ist natürlich viel gewolltes Storytelling dabei, aber Lady Brandy und meine Wenigkeit sind ihrem spröden Ostfriesen-Charme bereits völlig erlegen. (Natürlich keinesfalls hormongesteuert! 🙂 )

  3. Plöpp! Örks! Böng! Kreisch!
    Also Flüge mit Germanwings sind demnächst auch gestrichen – die Stimme erinnert eher an Absturzgeräusche als seichtes Über-die-Wolken-Geschaukele. Der Krümel verschleudert sein Talent m.E., dabei hat sie so eine geile Soulstimme!

  4. Ding Dong!
    Mandy: Mir gefallen die Hörproben gut. Von Welt-Eroberung durfte natürlich nie ausgegangen werden, aber sie nutzt ihre Stimme, es ist angenehme Popmusik, viele schöne Balladen… wird mir bestimmt gefallen.
    Bahar: Ist auch nicht mein Ding… wobei ich überhaupt kein Problem mit gutem(!) E-Pop hätte. Ein Problem habe ich damit, dass sie ihre Stimme auf eine Art und Weise benutzt, die mir persönlich nicht gefällt, und dass das ganze nach billigem Werbesong für eine Billig-Fluggesellschaft klingt. Naja, ist es ja auch 😉
    Insofern würde ich dem Song aber auch keine große Bedeutung beimessen. Sie war jung und brauchte das Geld 😉

  5. @Brandy: Zwischen all den negativen Artikeln über Finanz-, Euro- und Wirtschatskrisen, an die ich mich leider irgendwie schon ein wenig gewöhnt habe, muss ich sagen, dass gerade auch dein Heise-Artikel über die geplanten Strafen gegen das Planen von Manifestationen via Internet in Spanien bei mir jetzt ganz besonders herausgestochen hat. Ich finde die Tatsache, wie mitten in der EU immer mehr demokratische Grundprinzipien abgebaut werden, sehr beängstigend. Und befürchte, dass Spanien da gar nicht mal ein Einzelfall ist…

    @Tiago: Ziemlich cool! Obwohl ich glaube, dass auch die Leute, die den Knopf gedrückt haben, zu den Schauspielern für den Werbespot gehören. Ich denke nicht, dass das mit „Live-Opfern“ durchgeführt wurde, oder? Auch wenn die Idee mir irgendwie sehr gefällt 😉

  6. Das ist schwer zu sagen. Ich bin bis zu deiner Aussage davon ausgegangen, dass es diese Leute echt verarscht wurden – es können natürlich gute Schauspieler sein – ich selbst als Schauspielbegeisterter kenne das Täuschungspotenzial echter Schauspieler zu gut. Es gibt aber eine Sache, die ich nicht verstehe. Man darf doch davon ausgehen, als „Live-Opfer“, dass das alles eine Verarschung ist, dass ausgerechnet mit dem Knopfdruck ein solches Drama entsteht. An der Stelle dieser Personen hätte ich begriffen: das ist eine große Inzenierung und ich werde beobachtet. Und dann hätte ich es genossen. Naja bis auf die Stelle an der der Geländewagen gefährlich nahe kommt. Der jüngere Typ und der Fahradfahrer haben eine extrem verwirrte Mimik abgegeben, als könnten Sie sich nicht ganz entscheiden, ob das nicht eine ernste Lage ist. Wenn die Schiesserei echt ist renn ich um mein Leben, wenn sie gestellt ist lache ich mich weg, aber stehen bleiben und sich nicht entscheiden können ob Realität oder Inzenierung spricht m.E. entweder für Schauspielerei, für Verpeilte oder für die durchschnitliche Reaktionsweise eines Menschens, die ich mir aus den Bildern nicht ganz herleiten lassen konnte.

  7. Naja, die Reaktion an sich könnte ich mir noch irgendwie vorstellen. Einerseits gibt es die Stimme des Verstandes, die dir sagt, dass es eigentlich nur inszeniert sein kann; andererseits passiert alles so unglaublich schnell, und du bekommst kaum Zeit, es wirklich zu verdauen und den ganzen Kontext zu 100% einzuordnen. Viele Menschen stehen auch nicht gerne im Mittelpunkt, und selbst wenn sie davon ausgehen, dass es gespielt wird, wissen sie dennoch nicht so genau, was denn jetzt NOCH alles auf sie zukommen wird. Viele werden ja auch nicht gerne gefilmt.

    Also, mein Gedanke, warum es gestellt sein könnte, basierte einerseits auf der Überlegung, dass die Bilder der Kandidaten sehr perfekt wirkten, und nicht wie mit einer versteckten Kamera, wo ich vielleicht das Gesicht von einem ungünstigeren Winkel erwische. Auch das Geschehen selbst war ja aus sehr vielen Winkeln gefilmt. Geht das überhaupt ohne Kameraleute so gut? Das kannst du bestimmt besser einordnen als ich… Und ich denke auch, dass es viel schwieriger wäre, die ganze Action selbst in einem einzigen koordinierten Durchgang live so gezielt zu orchestrieren. Wenn’s gespielt wäre, könnte man schön gemütlich eine Szene nach der anderen abdrehen, was unter dem Strich bestimmt günstiger wäre. Und wenn da jemand einen Herzinfarkt macht, bin ich als Strippenzieher nachher noch dafür verantwortlich.

  8. Zu Bahars Song: Ich sehe es wie MyMuse.
    Es ist eine „Auftragsarbeit“ für eine Fluggesellschaft und keine Single- oder Albumveröffentlichung.
    Vielleicht oder wahrscheinlich wollte Germanwings genau so einen Song.
    Motto:
    „Chickenwings?“
    „No! Germanwings! The sexiest Airline on Earth.“ Oder so ähnlich.

  9. Guten Morgen

    Ich bin momentan etwas „zeitlos“. Trotzdem habe ich mit gerade bei einem Kaputschino die Hörproben von „Grace“ zu Gemüse geführt.

    Hängen geblieben sind bei mir nur „Allow me“ wegen des orientalischen Touches und „Intense“, weil der Song abgeht.
    Der Rest ist – soweit man das bei lediglich 30-Sekunden beurteilen kann – 08/15-Pop.
    Mir (als Rockfreak) fehlen fetzige Sachen.
    Vielleicht bin ich daher auf „Katzenjammer“ angesprungen. Abseits von den Songs, die in den Charts sind, haben die einiges an Material, das „lebhaft“ (Gypsy flee, Le Pop, Der Kapitän, Hey ho – on the devils back, To the sea…) oder einfach nur schön gesungen (Lady Marlene, Wading in deeper, Virginia Clemm, God`s great duststorm) ist. Das sollte man sich dann auch weniger in der Albumversion, sondern vielmehr auf youtube anschauen (Rockpalast aus Köln in HD).

    Ob Mandy Grace Capristo auf der Büchne nur halbwegs so abgeht wie die Mädels von Katzenjammer?

  10. Tja, die Nokoris, für die deutschen Ingenieure aus Penemünde sind sie halt zu spät dran… 🙄

  11. Herrlich, das sind die Leute, die über den schwarzen Maserati des Solarworld-Gründers geifern, weil der natürlich von Subventionsgeldern gezahlt wurde!

    Smilie by GreenSmilies.com

  12. Die Nuklearlobbyisten finden hier nichts mehr zu beißen, also gehen sie ins benachbarte Ausland. Drei der Staaten sind tatsächlich unsere Nachbarn und mit GB macht man als Lobbyist nie was falsch.

  13. Es ist das fünfte Jahr der Finanzkrise…

    http://videos.arte.tv/de/videos/das_milliardenversprechen-6577874.html

    Diese klugen und zum Teil sicherlich bestimmt ehrenwerten Köpfe möchten doch bitte mal einen winzigen Teil der versprochenen Milliarden dafür einsetzte, über ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem nachzudenken (oder nachdenken zu lassen), in dem sich nicht solche unfassbaren Ansammlungen von Reichtum einerseits und Armut andererseits einstellen. Verbindlichsten Dank!

    (siehe das Statement von Peter Krämer punktgenau bei 14:30)

  14. Schau an, weniger Stampf, und schon gibt sogar der Blog-Llambi ne glatte 8 (man muss ja als Juror nach oben immer noch Luft haben) 😉

  15. Wow, jetzt hat es mich vom Stuhl geweht. Mandy ganz dramatisch, was für eine Stimme! 😀
    Jodler, vielen Dank für dieses Video! 😉

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