Es ist ja genug Geld auf der Welt

450pxSalvator_MundiBild: Wikimedia

Salvator mundi (Leonardo da Vinci zugeschrieben), um 1500. 65,6 × 45,4 cm, am 15. November 2017 in New York versteigert für umgerechnet 382 Mio. € an einen ungenannten Bieter.

553 Kommentare zu “Es ist ja genug Geld auf der Welt

  1. Hurrah! 100000 Einträge seit dem 8. April 2007 = 3928 Tage, somit 25,458 Einträge pro Tag.
    8. April 2007 bis 8. Januar 2018 = 129 Monate, somit 775,19 Einträge pro Monat
    🙂 🙂 🙂

  2. Allerdings ist es seit der Hochzeit „damals“ weit zurückgegangen: 2017 nur 974 Einträge, = 2,668 pro Tag und 81,17 pro Monat. Aber immerhin!!!

  3. Von wegen, mutig werden die nächsten 100 000 Tastenwerke angegangen! 🙂
    Das Problem, über was soll man posten? Es reicht morgens der Blick in meine Heimatzeitung, um Erstseiten, -Zweitseiten- und Kommentar-Abstinenzler zu werden und wenn man sich musikalisch umschaut … tapfer versuchen Einzelne ein Liedchen in die Charts zu hieven. So bleibt das Kabarett, der Humor der Schreibenden und das Leben, wie wir es erleben. 😉

    PS: Rosi, gutes Vermerken! 😎

  4. Übrigens, ich hätte, für 2018 und danach, einen neuen, zukunftsträchtigen Beruf vorzuschlagen – der Journalistenwerkeergänzer, genannt „Informationslückenfüller“ (ILF). :mrgreen:
    Vielleicht lauter solche Doktor Murkes, ähnlich wie in Heinrich Bölls Kurzgeschichte?

    Diese Berufsträger, die ILFs, wären dann die wertvollen Hilfen, die einem das Herumsuchen (zeitaufwendig) in diversen Lückenfüll-Blogs erspart, um herauszufinden, was verschwiegen, bzw. was nicht geschrieben wurde.

  5. MC, da kann ich nur vehement zustimmen. Allein in den Gebieten Bergsteigen, Geographie und Musikgeschichte wird dermassen viel Mist geschrieben. Da brauchte man ein halbes Leben, um alles richtigzustellen. Beim Bergsteigen und Gebirsgeographie sind auch Unmengen an Fehlern zu korrigiern bei diesen Hobbyjournalisten, grauenhaft, echt! So ähnlich wird es wohl leider auch auf anderen Gebieten sein. Muss man halt schlucken… Trotzdem, Aufi gehts und weiter gegen Windmühlen, oder? 🙂

  6. @mdeclaration

    Ein interessanter Job – der nun angeblich durch die Fake-News-Berichtiger . . . was aber etwas völlig anderes ist :mrgreen:

    Ich glaube, dass sich der Journalismus nicht wirklich gewandelt hat . . es gab früher (auch dem Umstand, dass man nicht nach Zeilen und Deadlines arbeiten musste) sicherlich engagiertere Journalisten. Aber Mist wurde zu allen Zeiten geschrieben – es fiel nur nicht auf.
    Was heute Fake-News sind, die man bekämpfen muss – und sei es durch ein Gesetz – war früher die Zeitungsente. Und Bölls: Die verlorene Ehre der Katharina Blum ist aktueller dennje.

  7. Allein schon die reißerischen Falschmeldungen mit langfristiger Diskreditierungen einzelner (auch Privat-) Leute der BILD sind doch legendär. Die „seriösen“ Wochenblätter waren kaum anders und keiner kann ohne nachträglicher Recherche sagen, was alles NICHT aufgedeckt wurde.

    Bei allen Nachteilen, die ich in den ätzenden Online-Filterblasen sehe, halte ich die „alternative Kontrolle“ und dem sich daraus ergebenden Diskurs zwischen Leuten „wie Du und ich“ für unverzichtbar. So manche gesellschaftliche und politische Fehlentwicklung wäre zu verhindern gewesen, hätte es das früher schon gegeben.

    Maximal die elektronischen Medien haben dem einen oder anderen kritischen Journalisten mal eine Stimme gegeben und sie dem (bis dahin eventuell) eher beiläufig Interessierten zugeführt. Aber das hat es vor hundert Jahren auch noch nicht gegeben.

    Informationsmedien waren früher von interessierter Seite viel leichter zu kontrollieren als das in den letzten 60 Jahren der Fall ist. Das weiterbestehende Problem ist nur der Leichtgläubige, der Informationen nicht hinterfragt, nachplappert und weiterverbreitet. Das wird sich aber leider nicht ausmerzen lassen.

    Die rechtsnationalen Isolationisten (AfD und Anhänger) lierfern gerade ein wunderbares Lehrstück, worin die Gefahren bestehen können, wenn den Leuten zwar alle möglichen Informations- und Äußerungskanäle (Social Media und Foren) gegeben werden, ohne an der Medienkompetenz (und auch ein Stückweit Höflichkeit [kaum einer weiß heute noch, was „Netikette“ ist] zu arbeiten. Ich hoffe jedoch, dass das nur die Vorstufe zu einem unerlässlichen Prozess ist, in dem auf (beschränkende) Gesetze verzichtet werden kann, denn dann zöge ich den (Internet-) „Anarchismus“ der 90er Jahre, in dem es in Wahrheit deutlich gesitteter zuging als heute, vor.

  8. Heute muss ich meine Heimatzeitung mal loben. Die hat tatsächlich eine dpa-Meldung auf der ersten Seite gebracht, mit einem Thema, welches vielen Deutschen gehörig Angst macht. Erstaunlich, bisher, besonders im Wahlkampf, hat das die Chefredaktion kaum interessiert. Sollte sich vielleicht in Journalistenkreisen die Einsicht verbreiten, dass der Michel ganz andere Sorgen hat, als dass der Haarstylist eines Präsidenten irgendwelchen unziemlichen Kontakten nachgeht oder ähnlichen Kram, wie Kartoffelsuppe aus Berlin?

    http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Wohnungsnot-als-gesellschaftlicher-Sprengstoff;art46559,2875109

    https://www.berliner-zeitung.de/berlin/wohnungsnot-in-berlin-die-obdachlosigkeit-ist-in-der-mittelschicht-angekommen-29460158

    Schon 1989, früh am Morgen, in der Unterführung beim Frankfurter Hauptbahnhof, da fielen mir die vielen Obdachlosen auf, die dort am Nächtigen waren. Das kannte ich bis dahin nur aus Hongkong oder London. Dann, als ich 1995 in Japan war, da beeindruckten mich die unzähligen Karton-Bewohner in Tokyos Fußgängerwegen, besonders deutlich zu sehen, auf dem breiten Zugang vom Bahnhof Shinjuku zum Rathaus. Später, 1996, sah ich zum ersten Mal diese Karton-Besitzer auch in Nagoya, in der Nähe des Bahnhofes. Meinen japanischen Kollegen war das superpeinlich, und deutlich konnte man auch die Angst spüren. So wurde das Thema übergangen. Klar, mit einem Gaijin spricht man über so etwas nicht. Nur, dass wir nach über 20 Jahren, auch bei uns, dieses ausufernde Problem haben, und man ebenfalls kaum darüber spricht, das finde ich schon erschreckend – die Einschläge kommen näher, für viele …

  9. @purplesritchie Die „alten Zeiten“ werden nicht wiederkommen. Damals war das Internet etwas für „Eliten“ also für Menschen, die es sich leisten konnten oder die es sich leisten wollten.

    Nachdem der Zugang zum Internet auch für Otto-Normalbürger erschwinglich wurde, wird die Filterblase immer grösser. Die Hoffnung, dass das Internet mehr Demokratie und mehr Freiheit bringt – ich habe es aufgegeben. Denn es wurde mißbraucht – auch von interessierter Seite.

    Ich habe bei meinen 3jährigen Recherchen zu 9/11 viel gelernt. Und vor allem habe ich gelernt, dass man VT als Waffe gebraucht und jeden, der es hinterfragt diskreditiert.

    Heute verlieren wir Menschen die Fähigkeiten einfache Kopfrechnungen zu lösen – da reicht ein Siri – was ist 2*2 oder Hey, Google, was ist 45 * 28.

    Wir werden dümmer – und ich merke das jeden Tag im Supermarkt. Ich rechne meine Einkäufe hoch – nicht Centgenau – aber ziemlich. Und jeden Tag begegnen mir Menschen, die was zurücklassen müssen und die Kasse wegen Storno blockieren, weil sie nicht genug Geld dabei haben.

  10. Ach ja, und wenn wir gerade bei den guten alten 90gern sind.

    Nie war der Song aktueller:

  11. @Jodler:
    Ich, als „Berufspessimist“, habe die Hoffmumg noch nicht ganz aufgegben, dass die heutige Jugend, wenn sie erstmal die Phase ihrer grenzenlosen Selbstdarstellung überwunden hat, zu einer „seriösen“ und respektvollen Kommunikation findet. Sie ist in die Zeit der neuen Medien hineingeboren und probiert alles aus, was geht, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen zu machen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sich das ändert und sie diesen Möglichkeiten kritischer gegenüber steht, wenn sie erst mal in die Phase eines Erwchsenen mit Blick auf die Zukunft eingetreten sind.

    Bei den Leuten, die heute ü30 sind, ist aber wohl Hopfen und Malz verloren. Die glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und haben die Fähigkeit zur Selbstkritik nahezu verloren.

  12. @purplesritchie Ich denke, es gibt viele in der „jungen“ Generation, die durchaus noch fähig sind, eigene Gedanken zu entwickeln. Das Problem sehe ich eher, dass Ihnen die Vorbilder ausgehen. Und 60 oder 50 oder 40 Jahre alte Vorbilder taugen nicht für einen Jugendkult.

    Und wir alten sind erstmal einfach „alt“. Aber wir können auch das Internet nutzen. Und viele 30 bis 40jährige auch. Und auch diese Generation besteht nicht nur auch „Vollhonks“ sondern da gibt es viele, die klasse Ansichten haben. Das einzige Problem ist – die Schreier werden wahrgenommen, die vielen „guten“ nicht.

  13. Das Problem, dass die „laute Minderheit“ eher gesehen wird ist ja nicht neu. Aber durch das Internet werden eben auch viele „leise“ Leute mitgerissen und da bin ich oft nicht mehr sicher, ob das dann in dem einen oder anderen Fall noch ’ne Minderheit ist ( >30% sind in meinen Augen KEINE Minderheit im klassischen Sinne).

    Wie immer sich das auch entwickelt, man kann da nur geduldig zusehen. Ich habe es jedenfalls aufgegeben, da aktiv Einfluss zu nehmen, da es unter dem Strich zu nichts führt(e) und ich ja auch nicht immer im recht bin.

  14. Die Tagesordnung der Kabinettsitzungen soll den Fraktionen vorab mitgeteilt werden. Im Bundestag und in allen von ihm beschickten Gremien stimmen die Koalitionsfraktionen einheitlich ab. Das gilt auch für Fragen, die nicht Gegenstand der vereinbarten Politik sind. Wechselnde Mehrheiten sind ausgeschlossen.

    http://dynamic.faz.net/red/2018/groko/GroKo_Gesamtdokument_Stand_121%201%20_10.15.pdf

    Artikel 38
    (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

    https://www.bundestag.de/parlament/aufgaben/rechtsgrundlagen/grundgesetz/gg_03/245126

    (Ohne Worte)

  15. Reinhard Mey 1996, Lied: „Sei wachsam“, Album „Leuchtfeuer“:

    „… Wir hab’n ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat gerantier’n
    Was hift’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren …“

  16. Neues aus Absurdistan -also Deutschland. Heute waren wir mal wieder eingeladen bei einer syrischen Familie – Mutter und Sohn. Sie leben in einem Zimmer, das gerade mal max. 18 qm groß ist und das Amt zahlt jeden Monat 580 Euro dafür. Es wurde Essen aufgetischt, dass sich sogar der Glastisch beulte und das ganze von einem auf der Erde stehenden 1 Heizspirale Kocher – denn es gibt natürlich keine Kochgelegenheit. Und der Hausbesitzer zockt die vielen Mieter in dem Haus (ein ehemaliges Hotel) jeden Tag ab, weil er hier noch 10 Euro für den Strom, dort noch 20 Euro für die Müllabfuhr etc. in bar haben will. Der Mietvertrag lautet aber: Alles inklusive . . die Meldungen ans Amt führt nur zu Achselzucken – geht uns nichts an.

    Also das deutsche Arbeitsamt fördert Mietwucher und Ausbeutung – weil es sie ja nichts angeht.

    Soud, mein „Sohn“ und wie ich mittlerweile erfuhr, Mitglied eines einflussreichen arabischen Clans (was sicherlich hilfreich ist, wenn wir je im Nahen Osten unterwegs sind) hat vor ein paar Tagen ein Schreiben bekommen: Er ist verpflichtet an einem Intergrationskurs teilzunehmen. So weit so gut – aber die Begründung ist strange – Er bezieht Harzt 4 ( er arbeitet seit zwei Jahren und verdient sein eigenes Geld), er hat nicht mal rudimentäre Deutschkenntnisse (er hat zwei Deutschkurse aus der eigenen Tasche bezahlt) und er müsste nun seinen Job kündigen, damit er den verpflichtenden Kurs wahrnehmen kann. Der Mann ist drei Jahre in Deutschland und bisher wurden alle Anträge abgelehnt. Und nun . . .

    Ich sach ja – Absurdistan.

    Und Soud hat am 1.Februar seine erste eigene Wohnung. Dort, wo er es wollte und ich bin immer noch begeistert von den Menschen hier im Landkreis und bei den Genossenschaften und den Wohnbaugesellschaften, die es möglich machen . . .

  17. Viel zu früh, trifft es wieder einen musikalischen Schatz – Die Sängerin Dolores Mary Eileen O´Riordan von „The Cranberries“ R.I.P. Dolores.

  18. Wir werden älter und immer mehr R.I.P.-Plaketten muss der Recall an die Musikwand hängen. Eine ganze Generation von ‚Musikschaffenden‘ geht dahin. Eigentlich der Lauf der Welt, und wenn neue Musikwunder nachkommen, dann könnte man sich damit trösten. Nur, wer tröstet inzwischen? Die Suche ist nicht so einfach … möchte getröstet werden. 😉

  19. Gerade, blauer Himmel und … Sonne im Südwesten! Weggeblasen wurden die pösen, pösen Wolken, sonst haben hier die Windböen nur die Vögel beim Anflug zum Futterhäuschen durcheinandergewirbelt. Einzig, der alte Weihnachtsbaum, noch nicht entsorgt, nur auf die Terrasse verfrachtet, wurde verweht. Warum nun über solch banale Lebensbegleitumstände (LBU) schreiben? Tja, einfache Antwort: Weil in unserem schönen Land die anderen, für viele nicht banalen LBU nicht gerade motivierend sind, um darüber zu schreiben. Und das, was sich gerade Politik nennt, lädt auch nicht dazu ein, die Tasten zu bewegen. So schaut man aus dem Fenster (in jedem Roman schaut jemand aus dem Fenster), erfreut sich am Sonnenschein und … stürzt sich wieder in die nicht banale Arbeit.

    Jedoch, dies noch – sah eine Menschenschlange … solche LBU werden zunehmen. Wie schon geschrieben, die Einschläge kommen näher, für viele …
    https://www.welt.de/vermischtes/video171795924/Alterarmut-Immer-mehr-Rentner-schaffen-es-nicht-ohne-Tafel-durch-den-Monat.html

    https://www.morgenpost.de/politik/article212915515/Altersarmut-Immer-mehr-Rentner-kommen-zum-Tafel-Essen.html

  20. Wenn schon obdachlos, dann wenigstens in Kalifornien (gleich hinter Disneyland)

    Oder Downtown L.A.

  21. Heißt es nicht, dass wir alles aus weit weit West etwas später übernehmen? Aber dann bitte auch das Wetter, wie in Kalifornien und Florida. Jedoch, befürchte schon, dem Michel wird das Wetter in Maine oder Montana untergeschoben.

  22. Also es heisst ja, Geld macht nicht glücklich – aber ich würde schon gerne im Lotto gewinnen um ein paar Immoblien zu kaufen. Einfach um Menschen eine bezahlbare Wohnung anzubieten.

  23. „…. umstritten.“
    Bei uns ist inzwischen alles umstritten. Seine/ihre Rede, sein/ihr Vortrag, sein/ihr Buch, sein/ihr Hintergrund, sein/ihr Beitrag, sein/ihr Liedtext, sein/ihr Entschluss, sein/ihr Auftreten, sein/ihr … mehr davon in jeder Zeitung, in jedem Medium – täglich.

    Aber das seine/ihre Person umstritten ist, dies finde ich irgendwie merkwürdig. Ist er/sie nun ein Mensch, ein Alien, ein Affe, oder gar ein Monster?

    Denn wenn ich mal bei Wiktionary vorbeischaue, so ist doch des Adjektivs Bedeutung nun mal „ohne Übereinstimmung/Zustimmung aller“ – was schon etwas absonderlich ist, denn z.B. seine Mutter hält ihn bestimmt nicht für „umstritten“. Vielleicht könnte man noch ein Synonym gelten lassen und schreiben „Seine Person polarisiert“, mit der Bedeutung, dass er Gegensätze erschafft.

    Aber warum sich darüber aufregen, wegen dieser inflationären Wortverwendung? Tja, weil es dieses Adjektiv geschafft hat, als allgemeiner Einstieg zum Niedermachen von allem, auch von Personen, zum Lieblings-Negativum der Schreiberlinge zu werden. Wie sagte es einmal Prof. Hartmut Graßl: „Das größte Negativum ist unsere Sprache.“ Wo er recht hat, hat er recht …

  24. Vegetationsmanagement …
    Also, wenn die Bahn** von einem Vegetationsmanagement spricht, dann werde ich in einem Monat auch darüber nachdenken müssen, denn Gartenmanagement beinhaltet auch Vegetationsmanagement. Und wenn wir auf dem Markt Gemüse kaufen, dann hoffen wir immer, dass die Bauern ihr Vegetationsmanagement auch giftfrei durchziehen. Denn klar, es wird den Bauern eingeredet (Minister-Typ aus Bayern), dass sie – gegenüber ihren Vorfahren – ein besseres, alternatives Vegetationsmanagement haben. Und wenn mal wieder ein deutscher Astronaut einen Kosmonauten trifft, dann ist bestimmt – wichtig für Langzeitflüge – von einem Vegetationsmanagement die Rede. Aber zurück zum erdnahen Zuhause, wo meine Frau in die Terrassenplattenritzen eine Spur von Salz legt, um die Ritzenpflanzen mit ihrem Vegetationsmanagement zu disziplinieren. Nun, eigentlich betreibt jeder Gärtner in seinem Gewächshaus ein Vegetationsmanagement, und würde ich unsere Atmosphäre betrachten (ISS-Sicht), dann käme mir der Gedanke, dass wir da ein epochales Vegetationsmanagement durchziehen, denn bekanntermaßen wachsen ja Pflanzen bei mehr CO2-Versorgung viel besser, oder nicht? Und wenn mal wieder ein Skandal aus den Medien verschwindet, dann ist das doch auch Vegetationsmanagement – mit Gras darüber wachsen lassen. Außer, der Skandal wird als Lücke eingestuft, dann hören wir nichts davon, auch nicht das Gras wachsen. Sollten dennoch plötzlich Gerüchte aufkommen und ins Kraut schießen, dann bedarf es wohl einem vorauseilenden Vegetationsmanagement durch frühzeitiges (maasvolles) Ausrupfen des Kappes‘. Noch weitere Vegetationsmanagements …? :mrgreen:

    ** dpa-Meldung über die Vermeidung von zukünftigen Sturmschäden

  25. Vegetationsmanagement 😀 . . nie habe ich einen besseren Text gelesen, @mdeclaration

    Zur Bahn. Heute nacht sah ich irgendwo bei ZDF-Info oder einen anderen Kanal einen Bericht über Insektensterben. Einer der Gründe ist die verarmte Artenvielfalt (neben den Pestiziden auf bewirschaftenen Flächen) und die Verwaldung ehemals freier Flächen. Hier wäre es ein Signal, wenn die Bahn tatsächlich roden würde im Sicherheitsabstand und dafür Luzerne, Mohn, Lupine und sämtliche als Unkräuter aber Insektennahung wichtige Pflanzen säen würde. Es wird zwar ein paar Hummeln, Bienen und andere Insekten das Leben kosten, wenn sie gerade auf einen ICE treffen, aber die Völker würden nicht verhungern sondern überleben.

    So einfach – zu einfach um eine Lösung zu sein?

  26. Und ich möchte noch eine Erfolgsmeldung aus unserer Flüchtingsarbeit mitteilen.

    Mein „Sohn“ Saud bekommt morgen seine Schlüssel zu seiner ersten eigenen Wohnung in Deutschland. Und die ist nicht in einem Ghetto oder in einer Harzt 4 Umgebung sondern in einer guten Adresse. Und er hat heute – nach vier Jahren Kampf, Verzweiflung, Prozess,Sieg vor allen Gerichten und nach danach 6 Monaten Wartezeit endlich seinen Aufenthaltsausweis und seinen „Pass“ bekommen. Er ist also die nächsten 2,4 Jahre sicher hier. Aber Reisen ist damit auch nur eingeschräckt möglich. Einer seiner Brüder lebt in Kuwait – aber Kuwait lässt keine Syrer rein – er kann also nur nach Kuwait reisen, wenn der die unbefristete Aufenthaltgenehmigung hat. Das gleiche gilt für andere Staaten. Aber kann sich nun in Europa frei bewegen und die Familie, die hier irgenwo verstreut ist, legal besuchen.

    Mir wird immer mehr bewusst, wie privilegiert wir sind als Inhaber eines deutschen Passes. Wir können reisen, wo immer wir wollen und selbst wenn wir ein Visa brauchen – es ist kein Problem.

  27. Der Teufel (von altgriechisch Διάβολος Diábolos, wörtlich ‚Durcheinanderwerfer‘ im Sinne von ‚Verwirrer, Faktenverdreher, Verleumder‘ aus διά dia ‚auseinander‘ und βάλλειν bállein ‚werfen‘, zusammengesetzt zu διαβάλλειν diabállein Zerwürfnis stiften, verleumden; lateinisch Diabolus)
    (aus Wikipedia)

    Mein Kommentar zur Rede eines bekannten Philanthropen auf dem Davoser Gipfel.

  28. Das Nachdenken über einen Kommentar zu dem ‚Philanthropen‘ lässt meine Gedanken zu einem bestimmten Buch wandern, dessen Überschrift und Inhalt mir so treffend erscheint:

    „Irre! – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen“
    Ein Buch von Manfred Lütz

    ( https://www.amazon.de/Irre-behandeln-Falschen-Problem-Normalen/dp/3442156793/ref=tmm_pap_title_0?_encoding=UTF8&qid=1517069460&sr=1-1 )

    Schon der „Blick ins Buch“ lässt einen erkennen, dass man mit seinem morgendlichen Medienkonsum-Stoßseufzer „Die haben nicht mehr alle“ über die journalistische Qualitätsarbeit im Allgemeinen und über die erwähnten Personen im Spezifischen nicht alleine ist.

  29. Und um nicht ganz in Trübsal zu versinken angesichts der Nachrichten und den Philantropen dieser Welt. Mein Highlight der Woche sind die suspendierten Kamele bei einem Schönheitswettbewerb in Saudi-Arabien. Suspendiert wegen Botox-Behandlung.
    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/buntes-kurioses/id_83109450/12-kamele-wegen-botox-von-schoenheitswettbewerb-in-riad-ausgeschlossen.html

    Während also auf der Welt alles aus den Fugen gerät, ist das Next Saudi-Camel-Topmodel wenigstens in Ordnung – Schönheits-Ops und Nachhilfe der „Schönheit“ wird disqualifiziert.

  30. Cool – das hatte ich ja schon völlig vergessen, das Lied. Ich als grosser Lisa Fitz Fan der 80ger Jahre.

    Aber ihr Lied – mein Mann ist Perser, ein ganz perverser . . ist heute noch aktuell. Ali Khan ist Bayer durch und durch. https://de.wikipedia.org/wiki/Ali_Khan_(Entertainer)

    Und es hat sich an der Fremdemfeindlichkeit bis heute nichts geändert – weil diesen Song hat sie dem Gegenwind und den Anfeindungen gewidmet.

  31. „… Wir lernen drei Dinge. Erstens: Politiker und Aufsichtsräte, die nichts hören, nichts sehen und nichts fühlen, braucht kein Mensch. Zweitens: Wirtschaftsführer, die alles für moralisch legitimiert halten, was juristisch als einwandfrei gilt, erweisen ihren Firmen keinen Dienst. Drittens: Die Empörung der Gesellschaft ist nicht überzogen, sondern geboten. Wir brauchen uns nicht dafür entschuldigen, dass wir Gefühle besitzen, wo anderen offenbar eine Hornhaut gewachsen ist. Es gibt eine Form von Elitenverwahrlosung, die ist systemrelevant …“

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=42145#more-42145

  32. Was so in den Köpfen von beflissenen Redakteuren mit ihren „Totschlagargumenten“ vorgeht, zeigt unter dem Artikel die Richtigstellung einer Passage durch Lisa Fitz:

    Die Unterstellung, meine Wortwahl „im Deutschen wurzelt leider tief der Knecht“ enthalte „Kritik am Schuldbewusstsein der Deutschen gegenüber der Verbrechen zur Zeit des Nationalsozialismus“, weise ich zurück. Das Zitat „Im Deutschen wurzelt tief der Knecht“ ist von Kurt Tucholsky. Der Schriftsteller war deutsch-jüdischer Abstammung.

  33. Das ganze ist die „übliche“ Masche, Kritiker des Systems tatsächlich in eine Ecke zu stellen. Sehr effektiv war die Ecke des „Verschwörungstheoretikers“ oder „Antisemit“ oder „rechte Ecke“ oder „linke Ecke“ oder Kommunist.

    Da ich ja aus Bayern stamme, war ich immer ein Fan von Hans Söllner – wäre der in Russland, dann würde die Journalie seit Jahrhunderten routieren.

    Und lustigerweise sind sein Auftrittsverbot, die Zensur in Bayern, die Schikanen nicht mal mehr bei Wiki zu finden. Da ist er einfach jemand, der für Cannabis ist . . .

    Das Internet vergisst aber nicht 😀

    http://www.intro.de/popmusik/erneutes-auftrittsverbot-fur-hans-sollner

    http://www.taz.de/!1325140/

    Und wer bayrisch versteht – ohne Untertitel- und 45 Minuten Zeit:

    https://www.br.de/mediathek/video/lebenslinien-hans-soellner-warum-ich-so-bin-av:5a3c7d3cef719c0018899b84

  34. Aber eigentlich wolle ich von meinem Horrortag mit „Fast-Herzinfarkt“ berichten.

    Nach zwei Jahren haben wir uns einfach eine Auszeit von 12 Tagen genehmigt (war Weihnachtsgeschenkt für Rüdiger und Geburtstagsgeschenkt für mich):

    Heute habe ich von Tap Portugal (also der Airline) eine Marketingemail bekommen – Upgrade auf Businessclass möglicht . . . mit Flugdatum 7.2. Wir haben aber alles auf den Donnerstag, den 1.02. ausgerichtet – Hotels, Mietwagen …und Bahnfahrt nach Zürich.

    Ich VOLLHONK und VOLLDEPP und ALTE FRAU DIE KEINE AHNUNG VOM INTERNET HAT . . habe nicht gesehen, dass die Buchung falsch war. 1 und 7 sind im Nadeldruckerdesign für so alte Leute wie mich einfach nicht auf den ersten Blick erkennbar.
    Wir wären übermorgen am Flughafen aufgeschlagen und die hätten uns gesagt, das wir eine Woche zu früh da sind.

    Gott sei Dank hat mir TAP HEUTE noch eine Marketingemail geschickt – Upgrade in die businessclass. Und da fiel mir erstmal das Datum auf.

    Ich habe 300 Euro zum Fenster rausgeschmissen . . bei der Umbuchung, weil ich es einfach überlesen habe, dass ich den 7. statt den 1. gebucht habe.

    Irgendwie sollte man mich in Zukunft von Onlinebestellungen fernhalten. Ich schäme mich in Grund und Boden und kann das nicht wirklich gut machen (und niemand fordert das von mir – nur ich).

  35. Jodler, hake das mal einfach als „shit happens“ ab und gräme Dich nicht weiter.
    Das Leben ist viel zu kurz, um … ach, einfach nach vorne gucken und sich auf das Schöne freuen, 🙂

  36. Jodler, gräm Dich nicht! 🙂 Und Purples, ich hab’s nicht vergessen. Alles Gute zum Geburtstag heute! Lass Dich feiern! 🙂

  37. Heyhey, das muss einem doch gesagt werden! Glückwunsch und alles Gute, Purple!

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