Mit Spannung erwartete Rede…

… des Stellvertreters Christi auf Erden am 22. September 2011 in Berlin.

Wir zeigen vorab eine freie visuelle Umsetzung des mutmaßlichen Inhalts der Rede, gefertigt 1610 von Cecco del Caravaggio unter dem Titel „Die Austreibung der Wechsler aus dem Tempel“. Jede andere Aussage des Pontifex Maximus könnte nur als Überraschung gewertet werden.

Cecco del Caravaggio Expulsión de los mercaderes del templo 1610 Staatliche museen Berlin

Bild: Wikimedia Commons (Quelle bei Klick auf das Bild)

Kap Mäander

oder Die einzige Zeugin

Ein heiseres Zombie-Röcheln kroch frierend an ihren Gebeinen empor. Dumpf hallte es einige Sekunden nach und blieb dann als sperriger Klops in ihrem Kropf stecken. Sie würgte mehrmals, doch mit jedem Versuch, Luft in ihre Röhre hineinzupressen, verkeilte sich der Klops mehr und mehr und… hatte beschlossen, die Frischluftzufuhr abzuklemmen.

Das Röcheln wurde leiser, gleichmäßiger, ja fast ruhig und wurde schließlich begleitet von zwei wässrig glänzenden Augäpfeln, die sich zunächst noch nach Orientierung suchend bewegten, doch schon bald wurde das Licht in ihnen trüb. Er lies mich nicht mehr los, dieser starre und doch wissende Blick.

Ich fühlte mich ertappt, verraten. Dabei konnte sie mir doch gar nichts nachweisen. Sie war schließlich die einzige Zeugin. Und doch… Es lies mich nicht los…

Der Herbst des “Lebens” von Monroe’s Declaration

Wenn ich so am Frühstückstisch sitzend aus dem Erkerfenster schaue, dann sehe ich noch, alles ist grün im Garten, noch keine fallenden Blätter, aber eine Morgenkühle hat ihre feuchten Spuren hinterlassen. Die Natur gibt einem schon die Ahnung, dass sich das Jahr neigt, dass der Herbst kommt. Die Jahreszeiten, etwas, was viele Poeten auch auf das menschliche Leben übertragen haben. Aber möchte ich das akzeptieren, einen menschlichen Herbst? Eigentlich nicht. Es sollte zumindest immer Sommer sein. Wo Wärme ist, blühendes Leben und das helle Licht eines sonnigen Tages. Nur, wie es im Leben so ist, es kommt immer wieder die Zeit, wo sich alles ändert, wo man sich neu ausrichten muss. Nachdenklich sehe ich aus dem Fenster, ahne dass die Blätter bald fallen, alles auf den Winter zustrebt, mit seiner Kälte, seiner kahlen Natur, die alles erstarren, alles veharren lässt.

Aber, wir Menschen, wir können mehr erkennen. Wir sehen die Schönheit eines farbenfrohen Herbstes, die Zeit des Erntens, wir lieben das Genießen der Früchte, die die Natur uns schenkt, wir empfinden, wie schön ein verschneiter, sonniger Wintertag sein kann und haben eines unser schönsten Feste in diese kommende, kalte, dunkle Jahreszeit gelegt. Somit bin ich mit den Poeten nicht einig. Es gibt keine menschliche Jahreszeiten, es gibt nur ein Empfindungswandel, man sieht viele Dinge später anders, empfindet anders, aber es ist doch eine sehr positive Form der Weiterentwicklung. Man muss sie nur zulassen, akzeptieren… ;)

wunderschöne und weise Wort, vom Poeten des Recalls! 😀

-=BOOM=-

… und wir, also einige von uns, werden ein neues Monrose Album in den Händen halten, die CD ehrfürchtig beäugen, dann den Fingernagel am Rande der CD durch die Plastikverpackung bohren und fluchen, dass das sich so schlecht öffnen lässt. Jetzt werden einige gleich zum CD-Spieler oder zum Computer mit iTunes rennen und die CD einschmeißen. Andere werden den Moment noch ein paar Minuten verzögern, indem sie zuerst einmal schnell durchs Booklet blättern.

Und dann kommt die Musik, auf die wir, also einige von uns, fast zwei Jahre lang gewartet haben, und von der wir vor ca einem Jahr nie geglaubt hätten, sie je hören zu werden: die Tracks eines neuen Rosen-Albums.

Also lasset die Vorfreude beginnen und auf den Tischen tanzen.

Hinweis: Der Titel dieses Beitrags wird sich täglich wandeln und sich am Ende selbst zerstören.

Der DJ soll’s retten

Wird der Mann am Mischpult die Nacht retten können? Dreht er an den richtigen Knöpfchen? Ist sein Handgelenk locker genug für easy Scratches? Hat er zwei weitere Nachrücksongs in der Pipeline? Und wie heißt er überhaupt, der Mann, auf den die Augen der gesamten Familie schauen?

Nervenzerfetzende Monate liegen vor euch! Glücklich, wer sich rechtzeitig im Urlaub fit gemacht hat!

Des edlen Bertram Humbug zu Hühnerklein wunderliche Städtepoesie…

… worin er eine umständliche volksetymologische Reise unternimmt zum Nutzen und zur Erbauung des Lesers, welcher in diesen Papieren treuliche Aufklärung finden wird nicht nur über Art und Herkunft, sondern auch über Treiben und Wirken der deutschen Städte und Stämme. Gegeben anno Domini 2009 und 2010 auf seinem trefflichen Lustschlosse an der Hafenmauer.

Monrose 2009: Ein Rückblick

„2010 wird unser Jahr!“ OK, das ist ja mal eine Ansage. Aber bevor ich jetzt hier noch einen weiteren Gang Spekulatius auftische und Brandy schlecht davon wird, Weihnachten ist ja auch schon seit einem Monat vorbei, wage ich doch lieber mal einen Rückblick auf das von vielen als eher flau eingestufte Monrose-Jahr 2009. Aber Vorsicht: ich habe gerade meine monrosa Brille auf. Brandy könnte es also trotzdem schlecht werden.
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